Mittwoch, 19. Oktober 2016

… denn sie bekommen immer wieder eine Chance

Autoren, die wissen wollen, was gegen KU-Trickser unternommen wird, sagt Amazon, dass solche Konten "für immer und für alle Zeit geschlossen werden".
Ein Grund zu Freude, sollte man meinen, wüsste Schreibfair es nicht besser.
Bestes Beispiel: Jessica Lord.

Am 28. August wurde die Bonus-Story-Trickserin an unseren Ansprechpartner bei KDP gemeldet. Wir hatten fein säuberlich aufgelistet, wie sie ihre schmalen E-Books aufpolstert.

Bildquelle: Schreibfair

Sonntag, 16. Oktober 2016

… wenn Leser und Autoren zu Kontrolleuren gemacht werden


„Explizite Szenen – nur für Leser über 18“ 


Solche und ähnliche Zeilen finden wir auf Amazon in den Produktbeschreibungen. 
Na und?, wird manch einer sagen, was ist denn jetzt wieder das Problem? Es gäbe keins, würden sich Titel mit diesen Beschreibungen nicht in den Charts der Liebesromane tummeln. Ein Blick in die Leseprobe zeigt: Schon dort geht es zur Sache und zwar richtig. 

Dumm nur, dass diese Leseprobe auch für die Anti-Zielgruppe der unter 18-Jährigen einsehbar ist.  Stichwort Jugendschutz. Aber keine Panik: Es gibt schließlich Filter, die Wörter wie „explizit“ erkennen und dann schaut einer von Amazon da drüber, ob das in Ordnung geht. Oder?

Die Annahme liegt nahe, denn manch ein Autor wird schon die Erfahrung gemacht haben, wie die Filter von Amazon in den Suchworten, die Autoren oder Verlage für ihr Buch festlegen, Manipulationsversuche erkennen. Wer mit Suchworten wie „Bestseller“ oder „Harry Potter“ versucht, sein Buch besser zu platzieren, hat bald Post vom großen A. Das wird nämlich nicht gern gesehen. 

Sonntag, 25. September 2016

Der einfach-nochmal-nachlesen-Trick

Seit einigen Wochen wird Schreibfair ein neuer Dreh der KU-Betrüger-Fraktion gemeldet. Anders, als bei dem beliebten Bonus-Material-Seitenschinder-Trick, werden hier ganze Romane vor den eigentlichen Text gestellt. Der Leser wird dann aufgefordert, sofern er die Romane nicht noch einmal lesen möchte, im Inhaltsverzeichnis zu dem neuen Text zu springen.

Bereits im Juli wurden wir auf Cassie Love & Amelia Gates aufmerksam gemacht, die dieser Trick bei ihrer Demons-Riders-Biker-Reihe ganz weit nach vorne im Kindle-Ranking gebracht hat – Band 3 schaffte es sogar in die Top 10.
Wobei gegen Einzeltitel und einen Sammelband nichts einzuwenden ist. Hier gab es jedoch keine Sammelbände, sondern Band 1 wurde Band 2 voran gestellt und vor Band 3 fand sich Band 1 und Band 2.
Band 1 wurde dann noch ein viertes Mal veröffentlicht, diesmal als "Bonus" am Schluss eines Milliardär-Romans. Verwirrend? Fanden wir auch. Die folgenden Screenshots bringen Licht ins Dunkel.

Samstag, 17. September 2016

Der "aus-50-mach-500-Seiten"-Trick

Wie schafft man es, vierzehn E-Books mit einem Seitenumfang von 500 Seiten plus zu veröffentlichen, wenn man nur eine Handvoll Stories hat, von denen jede nur maximal 50 Seiten Umfang hat?

Die Antwort weiß Rachel S. William. Die Remixerin, Autorin wäre hier falsch, wurde bereits im Februar mit ihren Sprungmarkenbüchern bei Amazon gemeldet. Amazon löschte.
Im April war Rachel S. wieder da, wurde  erneut gemeldet und wieder wurde gelöscht.
Im Juni folgte erneut eine Meldung von Schreibfair an Amazon.
Zu diesem Zeitpunkt war unsere Rachel bereits im Upload-Rausch. Insgesamt 42 E-Books wurden bis zum 8.9. hochgeladen, darunter auch die 14 Titel, die sich Schreibfair ansah.

Bildquelle: Amazon.de

Mittwoch, 10. August 2016

Alpha Omega Publishing, KU-Betrüger mit Sonderrechten

Am 31. Mai meldete Schreibfair diverse Termomix-Kochbücher an Amazon. Was dann passierte, kann man nur abenteuerlich nennen – nachzulesen HIER.

Kurz nach Veröffentlichung des Beitrags und erneuter Meldung an Amazon wurden die E-Books, bis auf drei Titel, erneut aus dem Verkauf genommen.

Schreibfair hatte erwartet, dass Amazon hier mal etwas Initiative zeigen würde und hatte die Urheberrechtsverletzungen der verblieben Titel nicht dokumentiert und gemeldet sondern die Arbeit denen überlassen, die von dem Multi-Konzern dafür bezahlt werden.

Hier nur zwei Beispiele aus den verbliebenen Büchern. Diesmal hat sich Schreibfair die Bebilderung der Kochbücher angeschaut und wurden auf diversen Kochblogs fündig, außerdem wurde ein Produktfoto der Firma Vorwerk verwendet.



Geklaut von: http://www.areyoukitchenme.com/tag/salad/

Sonntag, 24. Juli 2016

Der Minecraft-Comic-Schwindel

Vor wenigen Tagen wurde Schreibfair auf eine Reihe von Ebooks aufmerksam, die sich aktuell in den All-Star-Charts tummeln. Auf den ersten Blick erscheinen die Bücher von M.E. Martin als eine Art Comic Fanfiction des beliebten Spiels „Minecraft“.
Da der Verkauf von Fanfiction in der Regel verboten ist, sah sich Schreibfair diese Titel genauer an und stieß sofort auf mehrere Ungereimtheiten.

Einige Titel von M.E. Martin fallen durch ihre enorme Länge von über 20 000 Positionen auf. Hat M.E. Martin so viele Geschichten geschrieben? Nicht wirklich. Stichproben zeigen, dass sich in den meisten Ebooks dieselben Texte finden, teilweise in Englisch und „Deutsch“. 
In Anführungszeichen deshalb,  denn nicht nur Schreibfair sondern auch mehrere Rezensenten vermuten: Hier war ein Google-Übersetzer am Werk. Die Texte strotzen vor Fehlern, manche Sätze sind unlesbar:

©Amazon.de

Wie erwähnt ist die Unlesbarkeit der Texte bereits mehren Lesern aufgefallen, die ihren Unmut nicht nur mittels ihrer Bewertung kundgetan haben, sondern auch eine Meldung über Qualitätsmängel an Amazon schickten. Schreibfair hat bereits einen Titel gefunden, der sich durch Amazon in der Löschung befindet. 
Die Frage muss hier erlaubt sein, warum Amazon dann nicht gleich etwas gründlicher hingeschaut hat, immer hin befinden sich noch weitere 45 Titel im Shop. 

Samstag, 23. Juli 2016

So nicht, Amazon!

Am 9. Juni berichtete Schreib Fair auf seiner Facebookseite über einen "Verlag", der sich auf Kochbuchplagiate spezialisiert hatte. Gemeldet wurden die E-Books am 31. Mai und innerhalb einer Woche waren sie komplett gelöscht worden.
Fall erledigt. Häkchen gemacht. Danke, Amazon KDP, für das schnelle Handeln.



Donnerstag, 14. Juli 2016

"Mach mir den Copy/Paste, du Luder!"

"Gina Joy (…es ist natürlich nur ihr Künstlername) schreibt schon seit der Oberstufe ihrer Schulzeit erotische Geschichten für sich und ihre Mitmenschen." (Zitat vom Autoren-Profil bei Amazon)

In den letzten Wochen scheint Frau Joy von einem wahren Schaffensrausch befallen worden zu sein. Fast im Minutentakt hat sie ihre Erotikstories veröffentlicht – 88 waren es insgesamt.
Ganz recht "waren", denn Frau Joy ist mitnichten Erotik-Autorin, sie ist Copy-Pasterin, wie Schreibfair vor zwei Wochen entdeckt hat.
Ihr Jagdrevier waren die zahlreichen Foren mit erotischen Stories. Eigentlich ein ganz alter Hut, dieses Copy/Paste aus Foren. Doch wie Schreibfair feststellen konnte, kommt es nie aus der Mode.

Quelle: Amazon.de
"Lauter herrenlose Geschichten", mag sich die Dame gedacht haben, die sich so großzügig an fremdem Eigentum bediente und im Fall einer unbefugten Nutzung "zivil- oder strafrechtliche Verfolgung" androhte. SchreibFair sah das etwas anders und schickte eine Meldung an Amazon.

Samstag, 2. Juli 2016

Wenn Verlage außerhalb von Recht und Gesetz agieren …

9. Februar. Der Main-Verlag kündigt seiner Autorin Sam Nolan fristlos und macht dies über Facebook bekannt. 
Grund für die Kündigung war eine Urheberrechtsverletzung. Die Autorin hatte einige Zeilen aus Songs in die Handlung eingebaut – wobei eine Mitschuld durch das Lektorat nicht auszuschließen ist, da diese Textstellen von der Autorin als Zitate markiert- und auch so bei Veröffentlichung übernommen worden waren.  
Gerüchte werden lanciert, die Autorin hätte nicht nur Songtexte kopiert, sondern auch ihr Buch "Blind Lies" sei ein Plagiat. 

Ab diesem Zeitpunkt hat der Verlag KEINE RECHTE mehr an den Büchern der Autorin!

Samstag, 18. Juni 2016

Wenn "Exklusiv" nicht exklusiv ist - der Sammelband-Trick

Gestern hat Amazon wieder E-mails an 150 auserwählte Autoren verschickt: 

Guten Tag,
herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich im Monat Mai für einen All-Star-Bonus von KDP
Select qualifiziert.
Wir möchten die bei unseren Kunden beliebtesten Bücher speziell belohnen. Deshalb
prämieren wir jeden Monat die am häufigsten gelesenen KDP Select-Titel und -Autoren
(KDP Select, KDPS) mit einem KDP Select All-Star-Bonus.

Und wieder, wie bereits seit über einem Jahr, werden etliche Autoren in den Genuss einer nicht unbeträchtlichen Summe gelangen, die ihnen überhaupt nicht zusteht.

Dienstag, 7. Juni 2016

Neue Entwicklung im Fall Sam Nolan / Main Verlag

Nachtrag zum gestrigen Blogpost

Das Team von SchreibFair freut sich folgendes mitteilen zu können: Dank unserer Vermittlung ist endlich Bewegung in die seit Monaten festgefahrene Situation zwischen der Autorin Sam Nolan und dem Main Verlag gekommen. 
Wie bereits gestern berichtet, konnte die Autorin von dem Verdacht plagiiert zu haben vollständig rehabilitiert werden. SchreibFair hatte sich auch hier an die selbstauferlegten Richtlinien, streng neutral den Sachverhalt zu prüfen, gehalten.

Statement des Main Verlags

Montag, 6. Juni 2016

Blind Lies – wenn ein Romantitel die Wirklichkeit überholt

Am 9. Februar dieses Jahres veröffentlichte einer kleiner, unbekannter Verlag auf seiner Facebookseite   folgendes Statement: 



Wie man unschwer erkennen kann, wurde der Beitrag 70 Mal geteilt. Wer sich etwas mit den Mechanismen dieses Sozialen Netzwerkes auskennt, kann sich vorstellen, welche Reichweite und Aufmerksamkeit damit erzielt wurde. Sieht man diese Meldung im Zusammenhang mit den damals öffentlich gewordenen Plagiaten von Katja Piel und Hannah Ben, bekam dieses Statement noch eine viel brisantere Bedeutung. Plagiat, Urheberrechtsverletzung – bald wurde alles durcheinander geworfen. 

Samstag, 4. Juni 2016

Baby Plagiator und die Rache des Zeus

Nico Abrell sieht aus wie der typische Lausbub und tatsächlich hat es das Bürschlein auch faustdick hinter den Ohren.
Auf seinem Amazon-Autoren-Profil werden sechs Veröffentlichungen angezeigt. Eine beeindruckende Leistung für einen Realschüler. Man sollte doch eher annehmen, dass ein Junge seines Alters andere Hobbys hat und nicht Wochen und Monate mit dem Schreiben einer Fantasy-Serie verbringt.
Dies sah Nico Abrell wohl ähnlich: Denn er hat eine Abkürzung zum fertigen Roman gefunden. Er baut Patchwork-Bücher. Sein beliebtestes Muster scheint Stefenie Meyer zu liefern, denn gleich mehreren Szenen der Biss-Reihe wird in dem Werk des "Jung-Autors" zu neuem Leben verholfen. Aber auch Texten von Andreas Götz und Josephine Angelini wird die zweifelhafte Ehre zuteil in Berufen: Rache des Zeus Verwendung zu finden.
Aufmerksam auf diesen Baby Plagiator machte uns eine aufmerksame Leserin, die uns über unsere SchreibFair-Seite kontaktierte.
Amazon und die betroffnen Verlage wurden informiert. Und nun lassen wir Bilder sprechen:

Samstag, 28. Mai 2016

Aus dem Leben eines Schreibfair-Admins


8.00 Uhr

Schon vor meinem ersten Kaffee meldet sich der Postkasten der Schreibfair-Fanseite. Einer Leserin ist ein Buch aufgefallen, Verdacht auf Plagiat. Ich antworte der Leserin und werfe einen Blick auf das Verdachtsbuch. Ja … die Frau könnte Recht haben. Die Autorin ist Schreibfair bisher nie aufgefallen, ich muss mir ihre „Werke“ erst näher ansehen. 
Aber vielleicht habe ich noch einen Moment Zeit für mein eigenes Manuskript? 
Ich habe gerade mein Dokument geöffnet, da erreicht mich die PN von einem anderen Admin. Die verdächtige Autorin löscht ihre Bücher! Jetzt heißt es Vollgas geben, bevor sie alle Beweise beseitigt hat.

8.30 Uhr

Aha. Fleißiges Fräulein. Unser neuer Verdacht hat schon einiges draußen und feiert sich anscheinend tüchtig ab bei den Fans aus dem Freundeskreis. Über Kindle Unlimited  habe ich mir ihr Buch runtergeladen.
Ich lese mich ein und sehe sofort: Klassiker. Jemand, der nicht schreiben kann und sich deshalb woanders bedient. Das ist bei den meisten Plagiatoren der Fall. 
Sehr schnell erkenne ich ihren „Stil“ und die erste Stelle im Buch, die davon abweicht. Ich suche die Textstelle im Netz – nichts. Ich suche weiter, bin mir sicher, es ist ein abgeschriebener Part, man kennt das Muster inzwischen. Das Problem: auch wenn man sicher ist, dass dieser Text niemals von dem „Autor“ selbst stammen kann, heißt das noch lange nicht, dass man die „Inspirationsquelle“ leicht findet.
Das kann leider Wochen dauern.  Zeit, die eigentlich keiner von uns übrig hat. Erst vorgestern habe ich eine Nachtschicht eingelegt und nicht nur ich. 

Montag, 25. April 2016

Offener Brief an Amazon - Schluss mit KU-Betrügern!

Der folgende Text wurde heute von Schreib Fair auf Facebook gepostet – mit überwältigender Resonanz: Fast 500 Autoren und Leser haben innerhalb von sechs Stunden unterzeichnet, über 250 teilten den Beitrag auf Facebook und über 2200 wurde der Brief gelesen.


Offener Brief an Amazon SCHREIB FAIR·MONDAY, APRIL 25, 20162, 2.270 Reads

Liebes Amazon! Wir – das sind eine Menge Autoren und Leser – lieben Amazon. Vor allem wir KDP Autoren sind doch sehr zufrieden mit dem System. Und deshalb engagieren sich einige von uns dafür, dass das System auch eins bleibt. 
Seit geraumer Zeit hat sich eine Spezies im Amazonasgebiet angesiedelt, die das Ökosystem empfindlich stört. »Autoren« wäre an dieser Stelle zu hoch gegriffen, nennen wir sie mal beim Namen: KU-Trickser und Betrüger. 
Sie betreiben seit vielen Monaten ein sehr lukratives Geschäftsmodell. Da werden z.B. lustig Rezepte, Anleitungen, Ratgeber von Webseiten kopiert und als Ebook hochgeladen. Das Ganze durch die automatische Übersetzung gejagt und schon hat man alles in mindestens sechs Sprachen, das lohnt sich dann auch viel mehr. Frei verfügbare Inhalte finden den Weg in den Kindle-Shop, werden bei Select angemeldet und die Kopierer kassieren dann monatlich den All Star. 

Freitag, 22. April 2016

… wenn Plagiatoren belohnt werden

Im Februar berichteten wir schon einmal über die überführte Dreifach-Plagiatorin Hannah Ben. Damals musste die "Autorin" drei Bücher aus ihrem KDP-Account löschen und es wurde ziemlich still um Hannah Ben (auch bek. als Hannah N. Heitmeyer).

Zu still, fand anscheinend Amazon und belohnte sie mit einem Kindle-Monatsdeal.

Während man bei Amazon.uk harte Bandagen anlegt und Plagiatoren den Account auf Lebenszeit (!) sperrt – nachzulesen in dem Erlebnisbericht der irischen Autorin Eilis O'Hanlon – scheint man bei Amazon.de nicht besonders nachtragend zu sein und erst recht keine Sanktionen gegen Plagiatoren verhängen zu wollen.
So lernen Plagiatoren vor allem eins: Weitermachen! Natürlich ist es etwas ärgerlich, wenn ab und zu ein Buch offline geht, aber dann lädt man einfach ein neues hoch, denn schließlich „macht jeder mal Fehler“ und Fehler sind ja kein Grund, sich schamhaft zurückzuziehen …
Etliche Leser und auch Distributoren scheinen kein Problem mit geklauten Inhalten zu haben oder sehen das zumindest lässig. Wir dürfen gespannt sein, welcher Abschreiber als nächstes einen Werbedeal angeboten bekommt.

Aus aktuellem Anlass verlinken wir den damaligen Beitrag von eBook-Tipps:

Hannah Ben – wenn Plagiatoren Leser für dumm halten

 … … dann nehmen sie sich einen Kult-Manga nach dem anderen vor und verwursten ihn zu einem illegalen Roman. Womit diese kriminellen Elemente allerdings nicht rechnen – auch Manga-Fans lesen eBooks. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis bei FairSchreiben die erste Hinweise auf ein mögliches Plagiat eingingen. Hannah N. Heitmeyer (Alias Hannah Ben) änderte schnell das Cover des eBooks und variierte den Titel – "Adrian & Florian, Die Jungs von nebenan" – was im Hinblick auf den im Raum stehenden Verdacht, ein weiteres Indiz in Richtung eines möglichen Plagiats war. Und mit dieser Meldung auf meiner Facebook-Autoren-Seite wurde am 7. Februar das erste bestätigte Manga-Plagiat bekannt …

hier weiterlesen

Donnerstag, 7. April 2016

Copy & Paste – das neue Geschäftsmodell der KU-Abzocke

Über 150 Treffer ergibt die Suche im Kindle-Shop nach Peggy Sokolowski.

Fleissig, fleissig, diese Autorin! Auf jeden Fall eine emsige Google-Userin. Denn Peggy Sokolowski bedient mehr die Suchmaschine als ihre Tastatur. Schließlich wimmelt das Internet von fertigen Texten, Recherchen, Rezepten, Ratgeberartikeln. Um diesen Content-Reichtum in bare Münze zu verwandeln, hat die „Autorin“ KDP Select für sich entdeckt. Und das ist denkbar einfach.

1. Artikel im Web suchen und finden, zum Beispiel hier zum Thema cholesterinarme Ernährung Die neue cholesterinarme Küche.


Fertig!

So verkauft man ohne Aufwand das Wissen einfach neu, das sich jeder auch kostenlos aus dem Netz ziehen könnte. Auch dem einen oder anderen Rezensenten ist dies inzwischen aufgefallen:
„Nachdem ich das Buch komplett durchgearbeitet habe, muss ich sagen, dass die meisten Informationen kostenlos im Internet gefunden werden können. Sogar besser aufbereitet. Das Buch ist etwas für Leute, die absolut keine Vorkenntnisse haben eventuell sinnvoll.“ (Alexander Schaaf)
Quelle: Amazon.de

Mittwoch, 9. März 2016

Wann darf man Namen von Plagiatoren nennen?

Folgenden interessanten Beitrag haben wir auf ebook-tipps.blogspot.de gefunden. 
Unter der Überschrift "Die Dinge beim Namen nennen, darf man das?" wurde der Frage nachgegangen, ob es statthaft ist, die Namen von Urheberrechtsverletzern zu nennen, wenn sich die begangen Plagiate eindeutig belegen lassen. 
Hier ein Auszug aus dem Beitrag, den SchreibFair hier posten durfte: 

Meinung ./. Tatsachenbehauptung

In den letzten Wochen gab es im Hinblick auf die Veröffentlichungen von Plagiaten und deren Verursacher durch ‪FairSchreiben‬ zahlreiche Beiträge und Kommentare, in denen Begriffe wie Unschuldsvermutung, Meinungsfreiheit, Pranger, Verleumdung, Beleidigung etc. gefallen sind. Weiterhin wurde in Frage gestellt, ob eine solche Veröffentlichung zulässig ist.

Zunächst einmal zu den Begrifflichkeiten, hier mit Meinungsfreiheit und Tatsachenbehauptung beginnend:
Als Faustregel bei der Abgrenzung von Meinungsfreiheit und Tatsachenbehauptung gilt, dass eine Äußerung dann eine Tatsachenbehauptung ist, wenn sie entweder wahr oder falsch sein kann. Demgegenüber ist eine Meinung nie wahr oder falsch.
Meinungsäußerungen unterlegen dem Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 2. 1 GG.
Unter den Schutz der Meinungsfreiheit fallen nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber nicht nur Werturteile und Meinungen, sondern auch Tatsachenbehauptungen, wenn und soweit sie zur Bildung von Meinungen beitragen (vgl. BVerfGE 85, 1 <15>)  (…)

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